Liebe Besucherinnen und Besucher. Ich stelle zur Zeit einige Fallbeispiele zusammen, damit Ihr Euch ein wenig vorstellen könnt, was meine gemeinsame Arbeit mit Klienten bewirkt. Anbei erste Eindrücke, ich werde die vielen berührenden Ereignisse nach und nach ergänzen.

  • 1. Eine Kulturmanagerin und Musikerin lernt zu sich selbst heilen.

Am Anfang der Fallbeispiele steht meine eigene Wandlung und Heilung durch die zum Teil schweren Schicksale anderer. Meine jahrzehntelange, von intensiver Kulturarbeit geprägte Selbständigkeit endete mit der Begleitung schwerkranker Freundinnen. Bei Festivals, Ausstellungen und Salons erfuhr ich vom Publikum, dass meine Räume für viele, die sich um mich versammelten, Horte des Glücks waren. Also schuf ich Glücksräume.

Meine berufliche Wende kam mit dem schweren Verlust einer engen Freundin nach ihrem langen Überlebenskampf. In ihren letzten Tagen riet sie mir, meinen Lebensweg zu ändern. Ihre Worte hallten in mir nach und veranlassten mich, ihrer weisen Intuition zu folgen. So begann meine Reise in die helfenden Berufe. Ich tauchte ein in die Welt der indigenen Völker, lernte von Ärzten und Anthropologen, vertiefte mich nach langen Jahren in die Grundlagen der Atem-, Stimm- und Klangarbeit. Ich hatte Erfahrung auf und hinter der Bühne, nun erhielt ich wertvolle Einblicke in weise Lebensgeheimnisse und Spiritualität. Meine Arbeit konfrontierte mich mit schwer betroffenen Menschen in Krisenländern, wo ich mit meinen Erfahrungen und neuen Fähigkeiten helfen konnte. Durch nahe Schicksale und lange selbst erlebte Episoden lernte ich, Manipulation zu erkennen, mich dagegen zu wehren, Manipulatoren auszuschalten oder mit ihnen zu leben. Später durfte ich einigen Menschen helfen, aus schwierigen Beziehungen auszusteigen.

Die schweren Krankheiten und der Tod meiner besten Freundinnen und Freunde haben mich in einer Weise geprägt, die ich nie für möglich gehalten hätte. Sie lehrten mich, mit Intuition, Vision und Spiritualität zu arbeiten und gaben meinem Leben einen neuen, noch tieferen und wertvolleren Sinn. Ich lernte, den Tod als einen besonderen, feierlichen, wenn auch traurigen Übergang in eine andere Welt zu sehen und zu fühlen, was mich befähigte, nicht nur den Tod zu begleiten, sondern auch in der Trauerarbeit zu unterstützen. Ich bin sehr, sehr gerne für meine Klientinnen und Klienten da und dankbar für diesen Weg, den ich schon so lange gehen darf.

  • 2. T. Ende 40. Fand nach etwa sechs Monaten seine ruhige und bedachte Sprache…

T. ist Ende 40, arbeitet als Handwerker auf privaten Baustellen und ist gelernter Seemann. Er lebt getrennt, hat ein gutes Verhältnis zu seiner Stieftochter, die er großgezogen hat. Neue Beziehungen scheinen zur Zeit schwierig zu sein. K. hat in arbeitet viel. Seine Freizeit verbringt er mit Kraftsport. T. habe ich vor einem Jahr kennen gelernt. Er arbeitet während der Corona-Zeit auf einer nahe gelegenen Baustelle. Durch Pausengespräche ist er auf meine Arbeit als Mentaltrainer aufmerksam geworden und hat mich gefragt, ob er nicht in meine Sprechstunde kommen könnte.

Problem: Mutter starb vor ein paar Jahren, kurz zuvor auch sein Vater. Er hat sich um die Beerdigungen gekümmert. Im Fall seiner Mutter wurde er vom Bestattungsunternehmen betrogen, die Urne verschwand und die Beerdigung konnte nicht stattfinden. Wegen der Corona-Zeit stagnierten fast alle Gerichtsverfahren in Deutschland, sein Fall ist noch nicht gelöst. Sein Bruder verfolgt ihn seit langem und hat ihn massiv angegriffen. Seine Freundin brannte mit seinem besten Freund durch. Als er vor Schwäche nicht mehr arbeiten konnte, kam er zu mir. Der erste Satz, den er sagte, war: "Ich habe das Gefühl, dass ich von etwas besessen bin". Er war nervös, brachte kein Wort hinter das andere. Selten habe ich einen Menschen sprachlich so schlecht verstehen können.

T. interessiert sich sehr für spirituelle Prozesse und kennt sich gut mit Astrologie aus. Erwartungshaltung: Der klare Wunsch war, dass er "loslassen" möchte.

Als ich durch seine Energiezentren ging, war fast jedes schwer und wirkte wie “geschlossen”. Da er zu verzweifelt war, um ins Gespräch zu kommen, bat ich ihn, zur Ruhe zu kommen und nutzte die Zeit mit geschlossenen Augen und Atemübungen, um die Energien etwas zu klären und zu. beruhigen. Wir saßen uns gegenüber und plötzlich sprudelten die Worte wie ein Wasserfall. Das Vermissen der Mutter, der Kummer um die Mutter waren so groß, dass wir ein innerliches Zwiegespräch in Form einer Aufstellung inszenierten welche ich mit leisen Klängen begleitete. Das Gespräch war klärend, führte in verzeihende Momente und sorgte für innere Ruhe. Als die Sitzung beendet war, fühlte er sich viel besser und schien sich zu sammeln. Wir beendeten die Gespräche mit einer ausgiebigen zielsetzenden Klangsitzung. Sein Wunschziel war das der inneren Heilung.

Die Reaktion des Klienten: T. fühlte sich befreit und hatte Entscheidungen getroffen. Wir wiederholten unsere Arbeit ein paar Mal und jedes Mal wurden neue Ziele gesetzt. Ein halbes Jahr zuvor konnte er keinen Satz hintereinander bringen. ER war nicht zu verstehen.Heute ist seine Sprache ruhig und überlegt. Es geht ihm besser. Er arbeitet schneller, macht weniger Fehler. Er kürzt unnötige Prozesse ab und hat den Mut, belastende Beziehungen zu beenden. Er hat sich von Dating-Plattformen abgemeldet. Er fühlt sich weniger beschäftigt und versucht, den Trauerprozess um seine Mutter auf eine andere Ebene zu bringen.

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  • 3. R. 54 Jahre alt. Verlor in einigen Monaten schwere körperliche u.seelische Lasten

R. ist 54 Jahre alt. Er ist Geschäftsmann, hat Sprachen studiert und viele Jahre in Südamerika gelebt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Sein Leben war außergewöhnlich und schwierig. Seit seinem 30. Lebensjahr leidet er an Fettleibigkeit, schwerer, aber weitgehend geheilter Gelbsucht und „offenen Beinen“ (Ulcus cruris). Nach einer heftigen Jugend und entsprechend einschneidenden Erlebnissen sind seine körperlichen Probleme auf Drogenabhängigkeit, Misshandlung und falsche Medikamente zurückzuführen. Die offenen Beine sind u.a. eine Folge von Thrombosen.

Seit einiger Zeit läuft vieles schief. Die Gewichtsabnahme stagniert. Die Ehe ist problematisch, ebenso die Beziehung zu den beiden Kindern, und aufgrund der aktuellen Situation in Deutschland hat er keine Arbeit mehr. Seit dem Tod der Mutter, die er pflegte, ist der Sinn des Lebens in Frage gestellt und der hohe Berg einer abenteuerlichen Vergangenheit türmt sich vor ihm auf.

Als wir vor einigen Jahren mit der Arbeit begannen, wog er 175 Kilo. Gemeinsam stellten wir eine auf ihn abgestimmte Ernährung zusammen, erarbeiteten anhand seiner Blutwerte eine Liste der notwendigen Nahrungsergänzungsmittel, ließen ein auf seine Fähigkeiten abgestimmtes Sporttrainingsprogramm entwickeln und ich brachte ihm Atemtechniken bei. Ritualisierte Aufgaben wie Tagebucheinträge oder situatives Umschreiben ließen ihn innerhalb von sechs Monaten 25 Kilo abnehmen, weitere 20 Kilo folgten. Durch die ständige Behandlung der Beine schlossen sich die Wunden um 60 Prozent.

R. ist erfahren in Trancetechniken, kennt Heilrituale und Ruhetechniken. Er hat eine Nahtoderfahrung gemacht.

Prozess-Erfahrung Mentaltraining, Ruhe- und Trancetechniken.R. wählt Ruhe- und Trancetechniken, um in der inneren Stille verborgene Erlebnisse und Erinnerungen aufzuspüren, die seither Fortschritte, Veränderungen und weitere Problemlösungen behindern könnten. Durch Klangmeditation wird er in eine tiefe tranceartige Ruhe geführt, in der wir gemeinsam auf Zeichen achten. Er teilt mir Bilder mit, die wir durch leise Fragen präzisieren und hinterfragen. Unangenehme Momente betrachten wir genauer und lösen sie friedlich auf. Diesen Prozess üben wir gemeinsam, so dass er ihn in den folgenden Monaten selbständig wiederholen und aufschreiben oder mit mir wiederholen kann. Stück für Stück baut er innere Widerstände ab, schreibt negative Erlebnisse in positive um, indem er der Herausforderung den positiven Effekt entnimmt. R. reagiert ruhiger und entspannter. Er teilt mir oft verschiedene Bilder und Gefühle mit. Er reiste während des Prozesses durch seine Jugend und sah seine Mutter und seinen Vater (der starb, als er 14 war) in bestimmten Situationen. Er hatte eine Nahtoderfahrung, die ihn oft zum Weinen bringt. Die Tränen helfen, er fühlt sich insgesamt leichter und hat jetzt den Mut, noch mehr Pfunde zu verlieren. Er sagt, dass mit dem Gewicht auch viel „Geschichte“ von ihm abfällt und er denkt, dass es ihm vielleicht helfen wird, wieder eine Arbeit zu finden.

Da wir uns später wegen der großen Entfernung nicht mehr persönlich treffen konnten, haben wir virtuelle Termine vereinbart.Die Kilos purzeln langsam weiter und die Wunden werden nicht mehr größer. Er konnte ein gutes Gespräch mit seiner Familie führen, alle leben wieder friedlich zusammen. Er schreibt weiterhin fleißig Tagebuch, hält sein Programm durch. Es geht ihm besser.

  • 4. W. ist 53 Jahre alt. Sie kommt wegen undefinierter Blockaden, ist neugierig auf meine Methode und verlässt die Sitzungen mit einigen Antworten auf unbewusste Fragen…

Klientin. W. ist 53 Jahre alt, wurde im Iran geboren und lebt heute mit ihren Söhnen in Berlin. Sie ist Regisseurin/Autorin und kam vor einigen Jahren zur Klangtherapie und zum Mentaltraining. Die für sie neue Methode sprach sie an. Unangenehme Gefühle, die sich nicht definieren lassen. Unsicherheit, auch als Mutter, Alleinerziehende und Regisseurin, Unsicherheit mit einem Buchprojekt. Durch ihre iranischen Wurzeln ist sie mit Ritualen vertraut. Sie kennt die Funktionen der Chakren, der unsichtbaren Energien, der Farben und Klänge. Sie sucht und findet viel Kraft in der Natur und in der Kultur.

Sie möchte sehen, wo ihre Blockaden liegen. (Im Vorfeld signalisiert sie unklare Schmerzen in den Unterschenkeln-Knien, Bauchschmerzen, Abwehrgefühle). (Ihre Körpersprache drückt Zurückgezogenheit aus).

Ich leite W. durch Atemübungen und Klang in die Tiefenentspannung. Ich bitte sie, sich ihren Ruheplatz zu suchen und sie wählt eine ihr bekannte Gartenlandschaft, die sie in ihrer Erinnerung innerlich gerne aufsucht. Nach einiger Zeit sehe ich an der Bewegung ihrer Augenlider, dass sie durch den Rhythmus ihres Atems in eine meditative Ruhe gekommen ist. Ich beginne, mit beiden Händen die Energiezentren ihres Körpers zu erfühlen und merke schnell, dass einige Punkte eine tiefe Schwere ausstrahlen.

Plötzlich beginnt W. zu sprechen. Ich lasse sie. Sie sieht Bilder ihres Vaters, dunkle, undefinierbare Räume, sieht sich als Siebenjährige auf dem neuen Fahrrad. Die Bilder zerfallen ein wenig. Ich lasse sie mit diesen Fragmenten zur Ruhe kommen. Nach einer Weile ordnet sich das Bild und sie sieht sich mit dem Fahrrad auf einer Landstraße, von einem Traktor in den Graben geschleudert. Die Knie sind aufgeschürft, das Fahrrad ist kaputt. Sie humpelt nach Hause, kommt zu spät und wird bestraft. Auf die Knie achtet zunächst niemand, das kaputte Fahrrad ist wichtiger. Die Eltern müssen auf den Pfennig achten. Sie hat ein schlechtes Gewissen.

Da ich spüre, dass sie die Situation klären möchte, lasse ich sie ein inneres Gespräch mit den Eltern führen. Sie klärt die Situation mit Vater und Mutter, versteht die Handlungen und sie verzeihen sich gegenseitig. Wir stellen Klangschalen auf die erinnernde Region des Körpers. ich spüre erneute eine Schwere. Da sie nichts sagt, arbeite ich so gut ich kann. Ich spüre plötzlich einen massiven Widerstand und sehe, dass sie leise weint. Sie signalisiert mir, dass sie sich trotzdem sicher fühlt und sagt nur, dass sie den Vater sieht. Ich spüre meine dunkle Ahnung. So gut ich kann, arbeite ich in der Bauchregion. Ich sehe keine Bilder, sondern spüre eine undefinierbare Situation in der Ferne, und rede leise mit ihr, arbeite mich in ihren Bildern gemeinsam mit ihr voran. Der Vorgang dauert etwas mehr als 120 Minuten.

Nach der Tiefenentspannung lasse ich W. lange in Ruhe und erst nach einer Weile gebe ich ihr ein leichtes Zeichen mit der Klangschale, hole sie auch durch Atemübungen und Abklopfen des eigenen Körpers aus der Trance. Sie sagt, sie fühle sich leichter. Und- an die Fahrradsituation hätte sie nie gedacht. Die Erinnerung und die damit verbundenen unbewussten Handlungen würden sich jetzt offenbaren und sie müsse darüber nachdenken. Sie bittet um Werkzeuge für die Arbeit. Ich rate ihr, die auftauchenden Bilder und Erinnerungen aufzuschreiben. Wenn negative Prozesse auftauchen, kann sie diese anschauen, aufschreiben, in eine besserer Situation umschreiben und verbrennen. Feuerrituale sind ihr vertraut. In Bezug auf den Vater spricht sie von Missbrauch. Ich lasse sie reden. Es wird deutlich, dass es ihr zunächst genügt, sich mit der Erinnerung auseinandergesetzt zu haben.

Etwas später schreibt sie mir, dass ihr diese Stunden noch lange im Gedächtnis geblieben seien, dass sie sich nach Tagen befreit und leichter gefühlt habe. In Bezug auf den Vater scheint ein Prozess in Gang gekommen zu sein, mit dem sie umgehen kann. Sie will wiederkommen, wenn die Zeit reif ist.

Sie schreibt ihr Buch zu Ende und bereitet die nächsten Produktionen vor. In schwierigen Momenten kocht oder backt sie, verbringt Zeit in der Natur.