Mutterfrieden.Gedanken über den Titel des Buches von Dirk Stegmeyer


"Das Mutterband ist nicht so rasch geknüpft, dies geschieht nur durch eine lange persönliche Bekanntschaft." - August Strindberg, Der Sohn der Magd

Das Thema des Maison Victor Frühlingssalons am 21.3.19 “HO IN MYO, Von Jetzt An” mit Dirk Stegmeyer, Autor des Buches „Mutterfrieden“, bewegt mich sehr.Da tiefe Gespräche stattgefunden haben die zeigten, wieviele Menschen von dem Wunsch des Mutterfriedens betroffen sind, möchte ich mich mit dem Thema an dieser Stelle auseinandersetzen.

Ich gehe mit diesen öffentlichen Gedankenskizzen von eigenen Erfahrungen und Lösungen, von der Arbeit mit meinem Klienten und vielen Gesprächen mit- oder Textstudien über- das Thema der Mutter/Kind Beziehung-, aus und möchte Euch ermuntern, dem Thema “Mutterfrieden” die Türen zu öffnen.

Uns alle eint-die Mutter.

Nicht alle werden Mutter, aber alle haben eine.

Manche Mutter hat ein gesundes Familienleben und gute Vorbilder mit auf den Weg bekommen. Andere müssen sich mit dem Mutterdasein intuitiv anfreunden und ins kalte Wasser springen. Das kühle Bad kommt sehr oft vor und hat unterschiedliche Gründe. Jeder Mensch hat seine Geschichte, die sich in den ersten Lebensjahren wiederum aus den Geschichten des nahen und weiteren Umfelds zusammensetzt und daran orientiert.

Für alles Mögliche braucht man eine Prüfung, aber für das aber sein oder Mutter sein, nicht”. Erwin Ringel

Als ich Mutter wurde und ich gehöre zu denen, die sich das Thema eher selbst aneignen durften, habe ich die Schwangerschaft erlebt, als wäre ich inmitten eines Naturvolks geboren worden. Ich bat meine Intuition um Hilfe, die mich weitgehend gut begleitet hat. Wir haben uns unseren Sohn vor den Bauch geschnallt und in die Welt getragen. Das hat sich symbolisch gesehen bis heute so gehalten und Vorteile gehabt.Die Nachteile mit denen wir konfrontiert waren die, die uns die Gesellschaft auferlegt.Und so ist es besonders in einem urbanen Umfeld schwer, die eigene Betrachtung, Haltung und Intuition aufrecht zu erhalten, um einem Kind einen großen und stabilen Rückhalt zu geben.Das gelingt nicht immer und so ist es gut, auf unser Vorleben und die Beziehung zu unserer Mutter zu schauen.

Die Kindheit und das Umfeld

Ein natürliches Verhalten und die Durchsetzung der Intuition gehen solange gut, bis ein Kind in die Strukturen der Umwelt eintauchen muss. Das beginnt oft im Kindergarten und dem erwachenden Bewusstsein aus einem wunderbaren Thetazustand, der sich, mit wachsendem Blick in Richtung Realität, auswächst. Ein Kind geht in Konfrontation mit Beobachtungen und eigenen Erfahrungen. 

In dieser immer virtueller werdenden Welt, ist es schwer ein Kind von den Wurzeln bis zur Krone in einer natürlichen Bewusstwerdung aufwachsen zu lassen.Von Anbeginn werden wir mit scheinbaren Notwendigkeiten konfrontiert, die unser Mutterdasein und die Erwachsenwerdung unserer Kinder immer asynchroner gestaltet.Der Zusammenklang der zunächst untrennbaren Beziehung zwischen Mutter und Kind, die in der Tat anders ist als die zum Vater, wird auf enorme Proben gestellt.

Die Vergangenheit gehört zu uns, ist aber trotzdem nur eine Sechzehntelnote unseres Lebens.

Was immer auch geschieht, wir alle haben die Aufgabe in unserem Leben -  zu bestehen. Und werden unsere Kinder Bestandteil unseres Lebens, so möchten wir sie besten Gewissens auf die Lebensgesellschaften und Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.

Als ich Mutter wurde, war ich so abgelenkt von der Tatsache diese schöne, positiv herausfordernde und bereichernde Verantwortung zu tragen, dass ich meine eigene Welt vergaß.Dachte ich.Denn das Unterbewusstsein -befeuert von unserem Zellgedächtnis, vergisst nichts.So gibt es eine Vergangenheit, die sich nicht nur in unserer Erinnerung bis zur Unkenntlichkeit kostümieren kann, sondern ein wirkliches Zellgedächtnis. Ereignisse und Erfahrungen nisten sich ein und bleiben solange vor Ort, bis wir sie anschauen, ver- oder bearbeiten, um sie dann fortzuschicken.

Befreien wir die Vergangenheit aus unserem Gedächtnis, werden wir frei für unser eigenes Leben und das unserer Kinder.

So wie Mutter Erde uns alle trägt und beschenkt, trägt uns unsere Mutter und ist der wichtigste Mensch im Leben eines Kindes.

Lange habe ich geforscht, ob dem wirklich so ist.Ist oben stehende Aussage ein Resultat der Religionen?Ist sie ein Resultat der Geschichte der Menschheit mit all ihren Gedanken und Überlieferungen? Wird der Mutter eine von Einstellungen, Traditionen und Gesetzen geprägte Rolle zugewiesen? Könnte das Mutterdasein auch weniger geprägt sein? Ist der sogenannte Akt der Liebe, eine mögliche Schwangerschaft, die Geburt unserer Kinder und all das was dazu gehört ein immer schwerer wiegendes gedankliches Gesellschaftskonstrukt, welches uns vor der natürlichen Aufgabe des reinen Mutterdaseins zurückhält?

Es würde an dieser Stelle zu weit führen dies alles zu beleuchten. Das werde ich zu einem anderen Zeitpunkt gern tun und werde heute vom Istzustand ausgehen. Dieser beinhaltet, ob wir das so wollen oder nicht, oben gestellte Fragen. Wir leben mit genetischen Erinnerungen (Zellprägungen), historischen Überlieferungen und gesellschaftlicher Strukturen, die unser eigenes Erleben und Werden prägen.Und wir kommen nicht umhin, dieses Paket, bleibt es unbetrachtet, unseren Kindern mit auf den Weg zu geben.

Vom Nabel der Welt bis zu eigenen Sein

Schon im Mutterbauch besteht eine große Abhängigkeit, die, kaum Erdenbürger geworden, so schnell nicht nachlässt.Ein Säugling würde allein nicht überleben und ein Kleinkind hätte es auch schwer sich in dieser Welt ohne die Unterstützung der Erwachsenen zurechtzufinden. Wir sind vom “Nabel bis zur Selbstständigkeit” an unsere Mutter gebunden. Und diese hat die Aufgabe uns auf gesunde Füße zu stellen, damit wir laufen werden können.

In unserer Gesellschaft wird das Mutterbild gerne romantisiert. Die wirklichen Aufgaben, die besonders durch die moderne Welt provoziert auf eine Mutter zukommen, werden erst klar, wenn das Kind aus dem Schoß gefallen ist. Und je mehr wir uns alle von der Natürlichkeit der Menschwerdung und damit verbunden mit der des Mutterdaseins entfernen, desto schwerer wird es für die Mütter. Es kann schnell geschehen, dass entweder Kind oder Mutter, mit der gegenseitigen Beziehung und ihrer Umwelt überfordert werden.

Was auch immer in unseren Familien und Beziehungen zu den uns nahen oder mit uns lebenden Menschen passiert, ich kenne kaum ein Konstrukt, in welchem eine so große Herausforderung schlummert. Diese Herausforderung hat unsere Urgroßmütter, Großmütter, Mütter, geprägt. Jede hat versucht nach besten Gewissen oder den gegebenen Möglichkeiten zu handeln. Und dennoch entstanden in vielen Fällen Konflikte. Die einen wurden zur Übermutter, die anderen wollten ihre Kinder nicht wirklich und liessen diesen Unwillen unbewusst spüren, wieder andere waren froh, wenn die Großeltern die Kinder übernahmen und einige wenige verliessen ihre Kinder oder gaben sie zur Adoption frei.

Was auch immer geschah oder geschieht, es ist nie zu spät die innere Beziehung wirklich anzuschauen, den Menschen “Mutter” zu verstehen, um diese in einem Raum der Liebe loszulassen.

Das ist nicht leicht. Wir müssen uns unser Leben nochmals anschauen und uns vieles eingestehen, was wir zuvor nicht anschauen wollten. Wer in einer instabilen Beziehung aufgewachsen ist, hat viel zu tun, im eigenen Leben Stabilität herzustellen.

Ich habe meine Familienbeziehungen immer unter den Blickwinkeln des Verständnisses gestellt, was sicher der erste Weg zur Besserung sein kann. Von Kindheit an versuchte mein Instinkt die Handlungen meiner Familie, die meiner Eltern und die meiner Mutter zu verstehen.Das ist irgendwann gelungen.

Das Verständnis allein reicht nicht.Denn wird man als Kind allein gelassen, ist es wirklicher Kunstakt auf zukünftifgen Wegen dieses Gefühl des allein gelassen seins und der Einsamkeit nicht ständig präsent zu halten. Der Lebensweg vieler Kinder wurde nicht angemessen oder passend begleitet und so wurden unnatürliche Eigenschaften geformt.Wem nicht geholfen wird, zu erkennen wer sie/er ist, wird möglicher Weise ein falsches Selbstbild aufbauen oder aufgebaut haben.

Es lohnt sich Fragen zu stellen

und diese ohne Urteil und Vorwurf zu beantworten.Sind wir als Kind geliebt worden? Wurden wir gut behandelt? Hatte man Zeit für uns? Hatte unsere Mutter Zeit für uns? War sie für uns da? Hat sie uns genommen und wachsen lassen- so wie wir waren? Hat sie uns vor den Verblendungen der Gesellschaft geschützt? Wurde unsere Bestimmung - unser Werdegang unterstützt? Wurden wir auf das richtige Gleis gestellt um in die Zukunft zu reisen? Kennen wir die Wahrheit unserer Mütter? Natürlich gibt es weitere Fragen, deren Antworten Licht in manches Dunkel bringen können.

Dass man sich um die Lieber der Kinder bemühen muss, ist nach wie vor für viele Väter und Mütter eine unverständliche Botschaft.-Erwin Ringel-(Psychiater, Neurologe)

Oft entsteht aus herausfordernden Familiensituationen eine Bindungsunfähigkeit. Wer oben stehende Fragen überwiegend negativ beantworten muss, hat es schwer sich zu binden. Auch das Gegenteil kann geschehen. Wer unsicher aufwächst, entwickelt Verlustangst und das kann später dazu führen an Freunden und Partnern zu klammern.

Ich habe beides durchlebt. Zunächst glaubte ich, in der Natur des Gartens meiner Großeltern innerhalb des herrlichen friedvollen Umfeld, vollkommen gesund aufgewachsen zu sein. Als ich entdecken musste, dass ich mir etwas vormachte, wurde mir vieles bewusst. Ich fing an zu klammern und konnte mit Beziehungen überhaupt nicht umgehen. Als ich erkannte was ich da tat, schlug die Erkenntnis ins Gegenteil um. Ohne es richtig zu merken, baute ich eine unsichtbare Wand auf, die mich über Jahre hinweg schützen sollte. Das war allgemein betrachtet besser und schien würdevoller zu sein, aber es war sicher nicht gut!

Wer die natürliche Beziehung nicht erlebt hat, wer sich Liebe und Anerkennung durch Beobachtung und Eigenleistung erarbeiten musste, hat in vielen Fällen ein schweres Päckchen zu tragen.Für einen Lebenspartner, auch wenn er noch so liebt, ist es nahezu unmöglich diese Situation aufzufangen. Ein Mensch, der in einem instabilen Elternhaus ohne eine wirkliche Mutterbeziehung aufgewachsen ist, wird sich von der Liebe eines anderen nur schwer angesprochen fühlen können. Wer Liebe nicht als von der Natur gegeben erlebt hat, wird es schwerer haben, diese ganz natürlich zu erleben und anzunehmen.

Es gibt, neben oben genannter noch viele Möglichkeiten, so auch diese Situation: Die Mutter ist zu viel da und blockiert durch die permanente Kontrolle und ein ständiges Eingreifen ungewollt die Entwicklung und Erfahrung des Kindes.Die gut gemeinte Handlung, das Leben eines Kindes komplett fremd zu planen, führt später oft zu einer unglaublichen Ohnmacht und Abhängigkeit. Beide Situationen können die Flügel des Lebensflugs gewaltig stutzen.

Ich bin in den Genuss beider Seiten gekommen. Einerseits waren meine Eltern nicht viel da, andererseits hat sich mindestens einer massiv in meinen natürlichen Lebensweg gestellt und meint es damit nach bestem Gewissen und gut zu machen.Ich war also mit beiden Gefühlen ausgestattet.Ich war unsicher und recht ohnmächtig.Doch habe ich mich nicht gescheut, diese Situationen hinterher aufzulösen.

Es ist wichtig sich selbst als eigenständiges besonderes, liebenswertes Kind, als unabhängige Persönlichkeit zuerkennen.

Das innere Kind sollte angeschaut werden. Viele machen sich darüber lustig. Wie soll man denn das innere Kind anschauen und was soll der Schmarr’n? Sie ahnen nicht, wie oft meine Klienten im Gespräch während des Klang- oder mentalen Trainings während der Innenschau, auf verschiedene Entwicklungsphasen des inneren Kindes stoßen. Und wenn wir dieses Kind anschauen, besprechen, heilen und auflösen, sieht man das befreiende Resultat umgehend in der Körperhaltung und Ausstrahlung.

Wer in seiner Kindheit nicht in Ruhe “wachsen konnte”, wird bestimmte Eigenschaften nicht ausreichend entwickelt haben. Diese besonderen Eigenschaften ruhen unter dem oben genannten Blendwerk und-ich kann es nicht genug betonen-, wollen endlich angeschaut werden.

Es ist wichtig dieses Lebenspäckchen auszupacken und anzuschauen.

Schauen wir uns unsere Schöpfung und Menschwerdung nicht an, laufen wir Gefahr, Um-und Irrwege zu beschreiten. Wir fühlen uns je nachdem allein gelassen oder okkupiert und beobachtet.Wir suchen nach Wegen, dieses Alleinheit zu füllen oder unsere Okkupation zu verstehen und loszuwerden. 

Und irgendwann landen wir da, wo wir vielleicht nicht landen wollten: Bei unserer Mutter.

In diesem Augenblick kann ein Moment der Ungnade auftauchen.Da wir unsere Eltern gern zur Beschönigung der eigenen Lebenssituation entschuldigen oder- was nicht besser ist- beschuldigen, schauen wir nicht gern hin.

Als wir ein Kind waren, waren wir für einen Augenblick ein nach allen Seiten hin offenes Wesen.

Unser Umfeld hat uns berührt, gefüllt und beeinflusst. Weinten unsere Eltern so weinten auch wir und haben sie gelacht, taten wir das auch. Ihr Leid oder Wohl war unseres und so geschah es, dass wir -als Kinder- unsere Eltern unbewusst beschützen wollten.  

Ein Kind kann sich nicht vorstellen ohne die Eltern zu sein. Es ist auch die gesellschaftliche Prägung, welche die Betrachtung auf die Eltern und besonders auf die Mutter so wichtig macht. Und so verteidigen oder verkapseln Kinder selbst das, was eigentlich niemals verkapselt werden sollte.Die Einheit mit der Mutter ist so groß, dass wir uns manchen gleichen Schuh anziehen. Und so wie man oft sagt, meine Magenprobleme hat meine Mutter auch oder mein Vater hatte auch immer Probleme mit der Bandscheibe, nimmt man eine Menge Lasten mit, die unbedingt abgestreift werden müssten, damit wir, WIR SELBST SEIN KÖNNEN.

Unbewusst fangen wir in der Jugend an, die Frauen und Männer dieser Welt aus unseren geprägten Augen anzuschauen.Gut ist es, wenn es Vergleiche und Möglichkeiten gab, andere Frauen oder Männer zu betrachten.Das offene Auge in die Umwelt, lässt uns auch andere Komponenten lesen, die durch die Reibung oder den Vergleich eine Weiterentwicklung und eine andere Betrachtung ermöglichen.

Es ist auch wichtig zu sehen und zu verarbeiten wie eine Mutter ihre Weiblichkeit lebt. Legt eine Mutter in Dingen Weiblichkeit kein natürliches Verhalten an den Tag, wird die Tochter diese nicht gut oder in einem überzogenen Maße leben. Manchmal lehnen wir die Weiblichkeit so sehr ab, dass wir uns später sogar eher einen Jungen wünschen als eine Tochter. Das- geht auch vielen Vätern so.

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Kinder brauchen Liebe und Güte, Anerkennung und Beachtung. Und um dies alles zu bekommen, passen sie sich so gut wie möglich an.Und diese Form der Anpassung wird auf eine gewisse Art weitergelebt werden.

Wenn wir ein schönes friedliches Leben führen wollen, sollten wir uns auf die Reise begeben um uns zu -konfrontieren, -befreien, -um zu verzeihen und um unsere innere Ruhe zu gewinnen.

Ich habe mich auf einige wichtige Gedanken beschränkt und spanne am Ende meiner Gedanken den Bogen zu dem wunderbaren Buch „Mutterfrieden“ von Dirk Stegmeyer. Im rechten Moment lag das Buch in einer Schöneberger Buchhandlung vor mir und ich las es in einem Rutsch durch. Von der ersten bis zur letzten Seite hat es meinen steten Willen der Konfrontation bestätigt, auch wenn ich mich selbst eine Weile nicht daran gehalten habe.Betrachte ich mein Leben und nehme die mir gestellten Herausforderungen an, ist es möglich mit mir selbst in Frieden zu kommen. HO IN MYO- Von Jetzt An.

Dieser innere Frieden ist jedoch nur möglich, wenn ich mit meinem Umfeld, meinen Themen und wenn nötig mit meiner Mutter- Frieden schliesse. Dirk Stegmeyer hat seine Mutter entbehren müssen. Sie verlies ihn und seinen Halbbruder in deren Kindheit, um mit einem anderen Mann in Argentinien zu leben.Er hat sie nur ein einziges Mal wiedergesehen und war zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage seine Verletzung anzuschauen, um sich zur Heilung zu öffnen. Das geschah erst, als er nicht mehr mit seiner Mutter sprechen konnte.

Dirk Stegmeyer hat voller Liebe, Zuversicht, Humor und Verständnis, Vergebung für sich und die nicht mehr auf dieser Welt lebende Mutter geschaffen. Er lies die Person los, die er nie hatte, zu der aber jeder Mensch, ob man es so möchte oder nicht, ein untrennbar scheinendes Band hält. Er löste dieses Band, so wie die Nabelschnur die totale Verbindung löst, damit die Kinder sich langsam aufmachen können ihre Flügel zu entfalten. Er löste die ungeklärte und ungeliebte Beziehung, hob sie auf eine neue Ebene, führte diese in eine Art von Klarheit und Licht, um die Mutter gehen zu lassen.In diesem Moment konnte er den Weg in die Freiheit beschreiten.

Das Buch ist zart, es ist schön und erzählerisch, es vermittelt eine Menge mehr als die große Geschichte der Reise zur unbekannten Mutter die an der Küste Argentiniens lebte.Es zeigt, dass selbst die größte Entfernung Nähe bringen-, die Betrachtung von Angst und Schmerz, ein Schlüssel in die Freiheit sein- kann.

Seine mit uns geteilte Geschichte zeigt, das Konfrontation und Durchblick, Licht in eine Vergangenheit bringen, die man glaubt so verschlossen zu haben, dass sie uns in der Zukunft nicht belasten soll.

Wir können uns vor der Vergangenheit nicht verstecken. Sie bleibt in unserem Hirn und Körper, selbst in unserer Aura präsent. Unser Geist und Körper wird solange handeln oder nicht handeln, bis wir wach werden und hinschauen.

Schauen wir uns unsere Verhältnisse mit den Mitmenschen, insbesondere das mit unserer Mutter nicht an, tragen wir ein Bild in uns, welches uns unbewusst zu falschen Handlungen zwingt.Da wir selbst nicht ganz an dieses Bild glauben, strahlen wir diesen Unglauben aus.An dieser Stelle sind wir verwundbar. Dieser Unglaube ist eine negative sehr unsichere Energie.

 
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Mutterfrieden. Der Frieden mit der Mutter ist der Urwunsch aller Kinder und begleitet uns unser ganzes Leben. 

Ich habe es selbst erlebt, dieses Erwachen aus einem großen Trugschluss.Ich glaubte im Frieden zu leben und habe das auch jedem in meinem Leben ebenso glaubhaft versichert.Ich glaubte, wenn ich meinem Sohn eine gute Mutter bin, würde sich alles , was mir im Leben nicht gut tat in Wohlgefallen auflösen.Mein Erwachen aus meinen Glaubenssätzen war bitter, aber notwendig und heilsam.Wer erwacht-schaut hin.Wer hinschaut-begreift.Wer begreift-reift.Wer reift - wandelt dieses friedvolle Wissen mit Liebe.Diese Liebe macht uns frei.Die Freiheit öffnet den Weg zur Harmonie.Wer harmonisch fühlt, gibt die Harmonie an die Welt weiter.

Der Weg zur inneren Harmonie, zum angestrebten Gleichklang ist mein Thema.

Ich freue mich auf den Autor, Matrix Coach und Künstler Dirk Stegmeyer, der am 21.3.2019 in meinem Maison Victor Salon aus seinem Buch lesen wird. http://www.maison-victor.com/klang-salon

Wer mag, kann das Buch „Mutterfrieden“mit nach Hause zu nehmen.